Schlossbergterrassen: Wie steht es um das Flair Weinheims?
Statt abgehobener Formulierungen im Konjunktiv und kabarettreifer Wunschvorlagen einiger Protagonisten aus der Schlossbergterrassen-Szene hat die CDU Weinheim immer auf Sachlichkeit bei der Diskussion gedrängt. Darin sieht sie sich nach den bisher vorliegenden Rechtsgutachten bestätigt.
Die CDU Weinheim weiß, dass die „Schlossbergterrasse“ demokratisch mit Hilfe der Stadtverwaltung und des Gemeinderats Weinheim auf den Weg gebracht wurde. Am Anfang stand das Konzept als Richtschnur, das anschließend auf Wirtschaftlichkeit überprüft wurde, in den Bebauungsplan mündete und durch die Stadtverwaltung technisch und juristisch ausgearbeitet in einem Vertrag mit der Fa. Familienheim zum Abschluss kam. Wo waren die Rufer und Bürgerinitiativen in Weinheim während des Prozesses zur Konzeptfindung und bei der Offenlegung des Bebauungsplanes? Hinterher kann man immer leicht gegen alles sein.
Ich fände es gut, wenn Diesbach als Betroffener in seinen Zeitungsberichten (Kommentare ausgeschlossen) weniger für die Gegner der Schlossbergterrassen Partei ergreift. Schließlich ist er offizielles Mitteilungsblatt der Stadt Weinheim. Darüber hinaus ist er der Überparteilichkeit verpflichtet. Statt geschickt für die Ablehner der Schlossbergterrassen zu arbeiten, sollte er besser alle Fakten bringen, damit sich die Weinheimer Bevölkerung selbst ein Urteil bilden kann. Vielleicht sollte er der Legendenbildung gegenwirken, indem er einmal das Fuchs’ sche Konzept dem jetzigen gegenüberstellt. Die 3D-Animation im Internet ist nicht nur kontraproduktiv, da ich noch nie Häuser ohne Fenster und Türen und Fassaden und Grün und … gesehen habe, sondern bewusst emotional negativ gehalten. Aufklärung tut Not.
Ich hoffe nur, dass die Schelte des Regierungspräsidiums dafür sorgt, dass in Zukunft die Weinheimer Stadtverwaltung ihre Arbeitsweise ändert. Eine Lösung des “Status Quo” sollte angestrebt werden, mit größtmöglichen architektonischen und finanziellen Vorteil für Weinheim.
Kommentar von admin — 25. Juli 2008 @ 07:31
Die Pressemitteilung der CDU Weinheim ist wohl größtenteil wortgetreu in der heutigen Ausgabe der “Weinheimer Nachrichten” erschienen. Aber ich halte es für journalistisch äußerst bedenklich, diesen Bericht der CDU mit Kommentaren des Redakteurs zu ergänzen. Falls der Redakteur - der übrigens sehr parteilich auftritt - meint, zu dem Bericht der CDU seine Meinung mitteilen zu müssen, hätte er es in einer Extra-Kommentar-Rubrik tun müssen. Die Verquickung von CDU-Bericht und Redakteursmeinung führt zu Missverständnissen, die hoffentlich seitens WN nicht gewollt sind, oder …?
Kommentar von admin — 25. Juli 2008 @ 10:27
Hat die SPD Weinheim jetzt “Kreide gefressen”? Die Kehrtwendung hin zur Position der CDU Weinheim überrascht mich sehr, nachdem sie im Vorfeld alle rhetorischen Register gegen den “Status Quo” der Schlossbergterrassen gezogen hat. Aber die Einsicht kommt nicht zu spät, sondern lässt auf eine sachliche Lösung der Probleme hoffen.
Kommentar von admin — 28. Juli 2008 @ 05:58
Glückwunsch zur neuerlichen Meinungsbildung der CDU Weinheim. Genau so muss man weitermachen und das auch immer wieder sagen. Die Bremser mit ihrer populistischen Stimmungsmache stehen viel zu sehr im Vordergrund. Die Mehrheit der Weinheimer Bürger will vorwärts kommen und unterstützt mit Sicherheit die Richtung, wie sie die CDU-Pressemitteilung beschreibt.
Kommentar von meiwerner — 29. Juli 2008 @ 12:31
@Kommentar 6:
Offensichtlich hat der OB Tacheles geredet und seine “Genossen” auf Linie gebracht. Es war ja schon fast peinlich, dass - bei aller Kritik im Detail - nur die CDU zu dem Projekt stand und gegenüber der Öffentlichkeit die Fakten und die Planungsgeschichte des Areals dokumentierte.
Kommentar von Dr. Thomas Ott — 29. Juli 2008 @ 12:53